Der Münchner im Himmel
Dienstag, 11. Januar 2011 19:14
Das (un)gewöhnliche Leben eines Deutschen als buddhistischer Mönch in Thailand
Der deutsche Mönch Inggo vor dem Wat Asokaram
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Michael Mannheimer (Text und Fotos)
Wat Asokaram, Thailand, Mai 1999
Der Mann darf wahrhaftig nicht viel. Beten ja, auch meditieren, und auch das "Chanten", eine Art Sprechgesang, gehören zum täglichen Programm. Darüber hinaus jedoch bleibt nicht mehr viel übrig, womit er seine langen Tage verbringen könnte. Zeitunglesen, Gartenarbeit, Kochen, Radio hören, Hobbies wie Malen, Musizieren oder Singen gar....strikt verboten, undenkbar, vom Kodex seines Dhammayut-Ordens, einem besonders strengen Zweig des thailändischen Theravada-Buddhismus, untersagt. Alle diese Betätigungen gelten als "häßlich", da sie vom eigentlichen und einzigen Ziel ablenken, für das ein Mönch sein Leben gewidmet hat: Konzentration auf die Lehre Buddhas mit der Aussicht, baldmöglichst aus dem Kreislauf des ewigen Wiedergeborenwedens auszuscheren und im Nirvana aufzugehen.
Doch all diese schwer vorstellbaren Beschränkungen hindern den Münchner Inggo, 55, in keinster Weise daran, immer wieder zu lächeln. In seinem Gesicht spiegelt sich eine Fröhlichkeit und Unbeschwertheit, wie man bei Westlern selten findet. [...]
Thema: Aufklärung, Buddhismus, Thailand und Islam | Kommentare (5) | Autor: Michael Mannheimer





