Dienstag, 5. April 2011 0:24

Die Energie des Erdmantels ist heute bereits anzapfbar. Geothermie ist praktisch unerschöpflich.
4. April 2011
Von Michael Mannheimer
Deutschlands einsamer Abschied von der Kernkraft
Ja, ich gebe es zu: ich war ein Sympathisant der Atomenergie. Und ja, ich bekenne mich schuldig: ich bin es auch immer noch, auch und trotz Fukushima. Denn ich habe mich nicht anstecken lassen vom Weltuntergangs-Hype, der allerorten durch die Medien geisterte und einen glauben ließ, nicht im fernen Japan, sondern hier in Deutschland - im Land der zunehmenden Technikfeindlichkeit, die, angeführt von den Linken Generalverweigerern, längst zu einer Ersatzreligion mutiert ist - wäre die Dreifachkatastrophe von Erdbeben, Tsunami und Atom-GAU passiert. Ich habe mich wieder mal geschämt, Deutscher zu sein angesichts der allseits hysterischen Berichterstattung in den Medien, angesichts der durchwegs von panikenden Atomkraftgegnern besetzten Talkshows und den Kotaus unserer Politiker, die alle Worte über eine angeblich globale Atomkatastrophe, aber kein Wort über die tausenden zivilen Opfer der Japaner und die hunderten von vollständig verwüsteten Küstenorte verloren. Denn ohne Ausnahme waren alle Opfer in Japan die Folge des Erdbebens und des darauffolgenden Tsunamis und bislang kein einziges Opfer die Folge der Atomkatastrophe. Im Ausland nennt man diese Befindlichkeit "the german angst".
Oh nein, ich vergesse natürlich nicht, die bibelfeste Überzeugung unter den Kernkraftgegnern zu erwähnen, derzufolge in Zukunft zigtausende, ja Millionen an Spätopfern der Nuklearkatstrophe zu erwarten sind, glaubt man unseren Untergangspropheten born and made in Germany.
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