Auf der vergeblichen Suche nach dem gemäßigten Islam
Montag, 31. Oktober 2011 14:23

Der Islam, den Mohammed mit friedlichen Mitteln predigte, brachte ihm in fünfzehn Jahren 150 Anhänger ein. Den Islam, den er danach zehn Jahre lang mit dem Schwert in der Hand predigte, brachte ihm jede Menge Anhänger und keinen überlebenden Feind mehr in ganz Arabien.
Der Islam von Medina kam nach dem Islam von Mekka und und hat somit nach islamischem Selbstverständnis Vorrang. Aber es ist Moslems nicht verboten, es so zu machen wie in Mekka, wenigstens anfangs.“
Der Islam ist dualistisch, es gibt nicht entweder den mekkanischen Islam oder den medinesischen; sie gehören zusammen, sie existieren gleichzeitig. Aber wie bei gewissen Illusionen ist es uns nicht möglich, beide gleichzeitig wahrzunehmen. Das resultiert daher, dass wir in unserem westlichen Verständnis dualistische (sowohl als auch-) Auslegungen als unwahr betrachten.
Der Knackpunkt ist es, herauszufinden ob der Islam auf den sich der radikale Moslem beruft, ein anderer Islam ist, als der Islam auf den sich der gemäßigte Moslem stützt und worin der Unterschied zwischen beiden besteht, oder ob es stattdessen, wie Erdogan meint, nur einen einzigen Islam gäbe und man nur die richtige Auslegung verstehen müsse. Prof.Dr.Paolo Mantellini [...]
Thema: Mythos moderater Islam | Kommentare (6) | Autor: Michael Mannheimer






